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Es gibt keine Gesundheit ohne seelische Gesundheit. Für den Einzelnen ist die psychische Gesundheit ebenso wichtig wie für die Gesellschaft. Auf individueller Ebene bildet die psychische Gesundheit die Voraussetzung dafür, daß der Einzelne sein intellektuelles und emotionales Potential verwirklichen und seine Rolle in der Gesellschaft, in der Schule und im Arbeitsleben finden und erfüllen kann. Auf gesellschaftlicher Ebene stellt die psychische Gesundheit eine Ressource für den sozialen Zusammenhalt sowie für ein besseres Sozialwohl und wirtschaftlichen Wohlstand dar.
Die Weltgesundheitsorganisation WHO definiert psychische Gesundheit als "Zustand des Wohlbefindens, in dem der Einzelne seine Fähigkeiten ausschöpfen, die normalen Lebensbelastungen
bewältigen, produktiv und fruchtbar arbeiten kann und imstande ist, etwas zu seiner Gemeinschaft beizutragen".
Um viel persönliches Leid abzuwenden (vor dem im übrigen auch Unternehmer und Führungskräfte nicht gefeit sind) und enorme Einsparpotenziale zu nutzen, sollten Arbeitgeber lernen, der neuen Volkskrankheit Depression ins Auge zu blicken.
Aus den Ausfalltagen und dem Leistungsabbau psychisch erkrankter Mitarbeiter resultieren horrende betriebs- und volkswirtschaftlichen Kosten, die vermindert werden können, wenn sich Unternehmer und Führungskräfte
- offen um diese Themen kümmern,
- rechtzeitig ein Gespräch mit den Betroffenen suchen, um Unterstützung anzubieten,
- sich gezielte Beratung durch externe Spezialisten holen, um einem negativen Verlauf erster Befindlichkeitsstörungen oder der Erkrankung eines Mitarbeiters im Anfangsstadium Einhalt zu bieten.
Es empfiehlt sich eine spezielle Schulung und die feste Integration psychosozialer Themenfelder in das betriebliche Gesundheitsmanagement, denn 32 Prozent von Berufsunfähigkeit gingen 2004 auf das Konto psychischer Belastungen. Fast 9 Prozent der Arbeitsunfähigkeitstage resultierten 2006 aus der neuen Volkskrankheit Depression.
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